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Es dürfte keine neue Erkenntnis sein: um kommunizieren zu können, benötigen wir eine gemeinsame Sprache. Die größten Erfolgsaussichten bestehen dort, wo Eltern gemeinsam mit Kindern daran arbeiten.

Leider gibt es zuviele Institutionen, auf die das Erlangen einer Sprache abgewälzt wird:

  • Da soll eine Grundschulklasse der Ort sein, an dem ein Kind ohne jegliche Deutschkenntnisse diese plötzlich erwirbt. Dass dies für das betroffene Kind, für die Mitschüler und auch die Lehrer eine Belastungsprobe erster Klasse ist, auf die nie jemand vorbereitet wurde, sollte nicht verwundern.
  • Kindergärten und KITAs sind hoffnungslos damit überfordert, ihren gesamten Betrieb mittlerweile teilweise vier- bis sechssprachig auszulegen. Dadurch bleibt alles, wie es ist. Niemandem ist geholfen. Eine solche Einrichtung kann auch keine Sprachschule ersetzen.
  • Die Logopädie dient zwar der Sprachförderung, jedoch nicht unbedingt dem Erlernen einer Fremdsprache.

Wie erwirbt man nun die notwendigen Sprachkenntnisse am besten? Nun, eine einfache Methode, welche kaum Arbeit erfordert, gibt es leider nicht. Machbar ist es jedoch, vorausgesetzt, man justiert einige Parameter:

  • Als Grundlage für alle Lernanstrengungen gilt (betrifft nicht nur Sprachen): ein gewisser Ehrgeiz motiviert ungemein.
  • Auch wenn es schwer fällt – die Familie ist der Ort, an dem zumindest ein Großteil Sprache gelebt und gelernt wird.
  • Je mehr Familienmitglieder lernen, desto besser.
  • Sprachschulen und Sprachförderungsangebote sollten wahrgenommen werden – auch wenn sie zusätzlichen zeitlichen und ggf. finanziellen Aufwand erfordern. Entsprechende Angebote für verschiedenste Lebenssituationen und Bedürfnisse sind mittlerweile nicht mehr Mangelware.