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In einem Expertenbeitrag zum Thema „Vaterlosigkeit und ihre Folgen“ schreibt Dr. med. Klaus Hettmer, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tiefenpsychologie, wie wichtig die Vater-Kind-Beziehung für eine gesunde und stabile Entwicklung des Kindes ist. Das Gefühl der Ablehnung auf der einen Seite, sowie eine gesunde, selbstbewusste Identität auf der anderen Seite, werden weitestgehend über den Vater definiert und geprägt.

Neuste Studien belegen einen engen Zusammenhang zwischen Vaterlosigkeit und Kriminalität. So haben rund 85% (!) der Gefängnisinsassen keinen präsenten Vater erlebt. Scheidungskinder weisen ein stark erhöhtes Risiko im Bereich der psychischen und sozialen Probleme auf. Genauso bestehen offenbar Korrelationen zwischen dem Fehlen des Vaters und dem Konsum von Drogen, Nikotin und Alkohol. Väter prägen verstärkt die Weltsicht und die Außenwelt eines Kindes, sowie ihr Selbstbewusstsein. Sowohl die weibliche, wie auch die männliche Seele wird dramatisch in ihrer Entwicklung gestört, wenn keine intakte Vaterbeziehung vorhanden ist. Leider findet man diese nur bei etwa 50% aller Väter, selbst wenn diese präsent sind.

Nach Auswertung dieser Ergebnisse komme ich persönlich zu dem Schluss, dass wir unserer Gesellschaft und den Kindern einen Bärendienst erweisen, wenn wir – wie es durch Gender-Mainstream-Vertreter proklamiert wird – die Unterschiede zwischen Vater, Mutter, Mann und Frau einfach verwischen und für unbedeutend erklären. Ein Kind braucht Vater UND Mutter. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht nur natürlich, sondern auch notwendig. Sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern dienen der gegenseitigen Ergänzung. Und immer mehr wird dies durch Studien und Untersuchungen belegt. Ein künstliches Abstreifen unserer Identität als Vater oder Mutter ist das Ungesündeste, was wir unseren Kindern antun können.