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Haben Sie sich schon einmal mit jemandem unterhalten, der gleichzeitig versucht, seine Facebook-Nachrichten per Smartphone zu verwalten, die letzte SMS checkt und keine neue Whatsapp-Message verpassen möchte … dann auch noch mitbekommen soll was Sie sagen? Schlimmer noch, man erwartet im Allgemeinen ja auch eine Antwort! Junge Leute schöpfen dann aus dem Reserve-Wortschatz:

  • „Hmmm“
  • „Aha“
  • „Neeee“
  • „Ähhh“
  • „Moment – … ähm“

Doch nun habe ich festgestellt, dass es sich nicht um ein Problem der Kinder und Jugendlichen handelt! Wir Erwachsenen gehen ja mit wehenden Fahnen voran. Habe mich selbst dabei erwischt, beim Essen eben noch die Mails zu checken, während die Tischgespräche in meinem Unterbewusstsein vorbei rauschten. Und wenn der Nachwuchs keine Antwort von Papa kriegt, findet sich sicher jemand unter den Whatsapp-Kontakten, der was zu sagen hat. Vielleicht ist eine 5-minütige Unterhaltung ohne Smartphone besser, als ein Stundengespräch mit einseitiger Beteiligung.

Also, ich erinnere mich, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit erforderlich war – wollte man unterwegs kommunizieren – eins von diesen kleinen gelben (später pinken) Häuschen aufzusuchen und 20 Pfenning in den Münzeinwurf zu schieben. Sicher, vieles geht heute komfortabler und schneller (im Mediamarkt eben online Preise vergleichen ;-)). Aber schlecht ging’s uns ohne ständigen Online-Zugang doch auch nicht… oder?